BETTER TOGETHER – DIE WAHRHEIT ÜBER TEAMCOACHING

BETTER TOGETHER – DIE WAHRHEIT ÜBER TEAMCOACHING

Teambuilding, Entwicklung und auch Pflege sind aus unserem Daily Biz nicht mehr wegzudenken. Viel zu wichtig ist die Ressource Mensch in Zeiten von New Work geworden. Viel zu beeindruckend ist die Schlagkraft einer gut funktionierenden Mannschaft, die jede Hürde überwinden und jedes Projekt stammen kann. Jederzeit. Überall.

Und doch erleben wir in unserer Arbeit, dass bezüglich der Umsetzung einer Teammaßnahme auch gerne mal gezögert wird. Grund genug ein paar der immer wiederkehrenden Fragen hier zu veröffentlichen, Rede und Antwort zu stehen und vielleicht auch mit dem ein oder anderen Mythos aufzuräumen. Wir beginnen also mit zwei Fragen, die uns immer wieder gestellt werden:

Frage 1 // Wie läuft so eine Teamentwicklung ab?

Wir treffen uns für ein Vorgespräch und ermitteln euren ganz individuellen Bedarf. Welches Format ist das richtige für euch? Welche Themen stehen an? Geht es tatsächlich um ein Coaching des ganzen Teams oder wäre ein Einzelcoaching oder ein Training sinnvoller?

Ist dies geklärt und das Ziel ist tatsächlich ein Teamcoaching, versenden wir einen Fragebogen zur Teamanalyse und vereinbaren Einzelgespräche mit allen Teammitgliedern. In diesen kommen sie mit ihren Themen und ihrer Einschätzung zu Wort. Dieser Part ist sehr wichtig, da wir hier einen eventuellen Konflikt aufdecken und beheben können und keine Überraschung bei der eigentlichen Teammaßnahme erleben, die sich am Ende negativ auf alle auswirken könnte.

Danach kommunizieren wir einen groben Überblick der anonymisierten(!) Auswertung an den Auftraggeber/Teamlead und erstellen das Line-up für die Teammaßnahme. Je nachdem wo die Schwerpunkte der Teamentwicklung liegen, bauen wir ein- oder mehrtägige Teammaßnahmen individuell auf und fordern das Team mit gemeinsamen Aufgaben und Übungen heraus. Vom kniffligen Rätsel, über Kommunikations-Tools bis zum Outdoor-Brückenbau kann hier alles dabei sein, was dem Team hilft seine Themen zu reflektieren und gemeinsam daran zu arbeiten.

Im Anschluss an das gemeinsame Erleben finden angeleitete und moderierte Reflexionsrunden statt in denen Stärken, Schwächen, Erfolge und Verbesserungsbedarf offen angesprochen werden.

Der wichtigste Part ist dann der anschließende Transfer: Das Team legt gemeinsam Maßnahmen und Spielregeln fest, die zukünftig in den Arbeitsalltag transferiert werden sollen. So wird das Commitment aller Teammitglieder erhöht, diese auch wirklich umzusetzen.

Während der Teamentwicklung stimmen wir uns immer wieder mit dem Auftraggeber/Teamlead ab. Geht die Teammaßnahme noch in die richtige Richtung? Kommen wir unserem Ziel näher? Sind vielleicht andere Themen aufgekommen, die jetzt wichtiger sind und erst geklärt werden sollten? Ist die Zufriedenheit vorhanden? Eine Teamentwicklung weist eine hohe Dynamik auf und wir wollen bzw. müssen flexibel bleiben. Wir haben einen roten Faden, der durch den Tag/die Tage leitet, aber dieser lässt sich oft nicht zu 100% einhalten wenn wir das Ziel vor Augen haben, die individuellen Themen der Teammitglieder zu bearbeiten.

Frage 2 // Ich bin Teamlead. Wie werde ich in die Teammaßnahme integriert? Welche Rolle habe ich?

In ein Teamcoaching geht jeder in der Rolle, die er auch im „echten“ Leben trägt. Bist du Teamlead gehst du also auch als solches hinein.

Allerdings hast du keine leitende Funktion was die Durchführung der Teammaßnahme angeht. Diese übernehmen wir als Trainer/Coaches. Manchen Leads macht das Angst. Sie müssen einen Teil der gewohnten Kontrolle abgeben, wissen vielleicht auch nicht so genau was auf sie zukommt. Wir versuchen darauf ganz besonders zu achten und unterstützen bereits im Vorfeld bei der persönlichen Auseinandersetzung: Versuchen Sorgen und Ängste zu beseitigen, spielen eventuelle Worst-Case-Szenarien durch etc. Und beim Teamcoaching selbst agieren wir im Schulterschluss mit der Teamleitung, immer darauf bedacht, dass alle Teilnehmer zu Wort kommen und ein Gesichtsverlust von einzelnen Teammitgliedern unbedingt vermieden wird.

 

Kommen wir nun zu den Mythen, die uns immer wieder begegnen. Und bitte verzeih, wenn es jetzt ein klein wenig überspitzer weiter geht. Aber nun ist es an der Zeit die Märchenstunde zu eröffnen und 10 Mythen zur Teamentwicklung in die Realität zu transferieren:

10 Mythen zur Teamentwicklung:

Mythos 01 // Wir verstehen uns alle super! Unser Team ist spitze! Wir brauchen kein Coaching.

Ja, diese Spitzen-Teams gibt es da draußen. Und wir freuen uns wenn alles toll läuft. Das tun wir wirklich! Und wir wollen auch keine Probleme säen wo keine sind. Allerdings werden wir auch stutzig wenn ALLES toll, harmonisch, mega und dufte ist. 😉

Wir erleben häufig ein zu hoch gesetztes Harmoniebedürfnis in einem Team als dessen größte Schwachstelle. Harmonie ist gut, würden wir sagen, sofern sie durch das konstante Bewältigen von Problemen und die offene Austragung von Konflikten besteht. Kommt sie aber nur dadurch zustande, dass die Leute mit ihrer Meinung und ihren wahren Besorgnissen hinterm Berg halten, dann ist sie schlecht. Eine solche falsche Harmonie, würden wir jederzeit gegen die Bereitschaft eines Teams eintauschen, über Probleme konstruktiv miteinander zu streiten und dann ohne Kollateralschaden wieder davonzuziehen.

Mythos 02 // In unserem Team läuft es nicht so gut. Aber das regelt sich schon von allein.

Zeit heilt viele Wunden. Bestimmt. Nicht genutzte Zeit ist aber auch nicht selten dafür verantwortlich, dass Mitarbeiter innerlich kündigen und sich vom Acker machen. Warum sollten sie eine schwierige Zeit aushalten, wenn sie keine Aussicht auf Besserung haben?
Und viele Probleme lassen sich in ihrem Anfangsstadium noch leicht aus der Welt schaffen. Teamentwicklungen können in unterschiedlichen ‚Intensitäts-Graden‘‚ konzipiert werden. Warum muss das Kind immer schon tief im Brunnen sitzen, im Dunkeln, mit glatten Schachtwänden, im Winter …(ok, jetzt wird es düster ;))? Auch eingespielten Teams tut eine Teamentwicklung mehr als gut. Denn wie jeder Organismus muss eben auch ein Team gepflegt werden. So werden kleine Themen erst gar nicht groß und die gute Zusammenarbeit wird auch weiterhin sichergestellt.

Mythos 03 // Wir benötigen keine externe Hilfe. Wir bilden intern gerade einen Mitarbeiter zum systemischen Coach aus.

Der Klassiker! Ein Coach in den eigenen Reihen wird es schon richten und  eine Coaching-Ausbildung zu machen ist aktuell auch einfach sehr ‚in‘.  Versteh‘ uns nicht falsch, es ist nie verkehrt, intern Know-how aufzubauen und für viele Themen ist genau das auch die richtige Strategie. Und wir sagen selbst oft, dass die Welt ein besserer Ort wäre, hätte jeder eine Coaching-Ausbildung oder würde sich intensiv mit den interpersonellen Strukturen und Möglichkeiten der Kommunikation etc. auseinandersetzen. Doch es gibt einen ganz entscheidenden Punkt dabei: Probleme im System lassen sich nur lösen, wenn ich selbst nicht Teil dieses Systems bin. Wenn ich keine Abhängigkeit habe. Keine gelernten Probleme, die daran angeknüpft sind. Keine subjektiv getrübten Denkmuster und Annahmen. Es geht um den berühmten Blick von außen, der bei einer Teamentwicklung und auch bei jedem Coaching essentiell und nicht wegzudiskutieren ist.

Mythos 04 // Wir waren letztes Jahr schon im Klettergarten und das hat nichts gebracht. Teamcoaching funktioniert nicht.

Bitte lass’ uns zwischen einem Team-Incentive und einer Teamentwicklung unterscheiden. Ein Incentive ist für die Stimmung super und reicht vom Sommerfest über eine Weihnachtsfeier bin zum Tischkicker-Turnier, dem Klettergarten, einem Ausflug zum Wildwasserrafting etc. So ein Ausflug hat seinen ganz eigenen Charme, macht Laune und gemeinsame Erlebnisse verbinden auch. Die Beziehungsebene wird aufgebaut und gestärkt. Genau hier ist dann aber auch die Grenze: Liegt in deinem Team ein Problem vor, fehlt das Vertrauen, oder das Engagement, existiert eine Scheu vor Konflikten oder Verantwortungsübernahme wird euch dieses Incentive nicht weiter helfen. Dann braucht es kombinierte Tools mit angeleiteten Möglichkeiten zur Reflexion in denen Stärken, Schwächen, Erfolge und Verbesserungsbedarf offen angesprochen werden. Und Maßnahmen, wie aus dem neu Vereinbarten ein Transfer in den Alltag sichergestellt werden kann.

Mythos 05 // Teamentwicklung ist teuer. Das bringt doch eh nichts.

Erinnerst du dich an das Zitat des Unternehmensberaters Patrick Lencioni? Dieser sagt „Nicht die Finanzen. Nicht die Strategie. Nicht die Technik. Es bleibt die Teamarbeit, die den größten Wettbewerbsvorsprung verschafft, sowohl aufgrund ihrer Schlagkraft als auch aufgrund ihrer Seltenheit.“ Und weiter „Wenn du es schaffst, dass alle Mitarbeiter deines Betriebs in ein und dieselbe Richtung rudern, dann kannst du jede Branche beherrschen, auf jedem Markt, gegen jede Konkurrenz, jederzeit.“ Und genau diese Schlagkraft erreicht ein Team mit externer Unterstützung leichter. Natürlich ist eine Teammaßnahme im ersten Moment eine Investition, doch Effizienzverluste, Kündigungen und schlechte Performance im Team sind weitaus teurer und ehrlich gesagt auch gefährlich für ein Unternehmen.

Mythos 06 // Teamcoaching haben wir doch schon mal gemacht.

Super 🙂 Meine Zimmerpflanze hab ich auch vor einem Jahr gegossen. Lässt jetzt aber irgendwie die Flügel hängen. Und wenn ich mich richtig erinnere hat sie vor Wochen schon angefangen Blätter zu verlieren. Ist das nicht immer so? – Nein, im Ernst: Wir sind hier wieder beim Organismus, der Aufmerksamkeit und Pflege braucht. Wir empfehlen eine Teammaßnahme jährlich umzusetzen. Ihr habt bereits eine gemacht. Das ist wirklich stark. Bleibt dran!

Mythos 07 // Wir haben ein Team und wollen die mal richtig gegeneinander challengen.

Eine Teamentwicklung sollte ein Team immer zusammenbringen und nicht auseinander. Ein Team gegeneinander antreten zu lassen splittet es und bringt es langfristig auseinander. Je nach Zielsetzung kann es für ein Teamcoaching sinnvoll sein Druck aufzubauen, Stress zu erzeugen, ans Limit zu gehen … hierfür kann das Zeitfenster für einzelne Aufgaben verringert werden, die Schwierigkeit erhöht, Stressquellen hinzugebracht werden etc. Einen interpersonellen Konflikt zu initiieren, wo vorher noch keiner war, ist keine davon.

Mythos 8 // Wir haben einen heftigen Konflikt im Team. Die sollen jetzt mal im Coaching so richtig an ihre Grenzen gehen – mental und körperlich.

Existiert im Team bereits ein eine hohe Konfliktstufe befindet sich das Team schon an einer Grenze. Mental, emotional und körperlich. Statt zusätzlichem Stress und Adrenalin durch Schlamm-Bootcamp, Abseilen und Übernachtung im Wald gilt es nun smarte Maßnahmen zu finden, damit sich die Teamkollegen wieder annähern und ein konstruktives Umfeld in einer geschützten Atmosphäre geschaffen werden kann. Vertrauen muss aufgebaut, Sicherheit gegeben, das Energielevel aufgeladen und Raum für Austausch kreiert werden.

Mythos 9 // Das wird bestimmt ein schwerer Tag und am Ende gehen wir mit mehr Problemen nach Hause als wir eigentlich hatten.

Wenn wir im Vorfeld eines Teamcoachings über mögliche Dysfunktionen und Schwierigkeiten im Team sprechen trifft das manchen Teamlead tief in seinen inneren Werten und Überzeugungen. Hat er einen Fehler gemacht? Das sind doch seine Werte! Wie kann das im Team in Frage gestellt werden? Ist sein Verhalten nicht kongruent zu seiner Haltung?
Zum einen wird in einem Teamcoaching keiner an den Pranger gestellt, wir thematisieren nicht tiefenpsychologisch den Ausgangspunkt sondern suchen nach Lösungen. Dies ist zielorientiert, motivierend, und entzündet das Team. Eine Teamentwicklung macht den Teilnehmern richtig Spaß, sie ist aktiv und dynamisch und voller positiver Energie und endet für viele Teams bei einem gemeinsamen Abendessen in vertrauter Runde, in der der Tag und die Gemeinschaft noch einmal gefeiert wird.

Mythos 10 // Wir haben viel zu tun und keine Zeit für ein Teamcoaching.

Bitte gehe zurück auf Los … nein, auf Mythos 5. Ein dysfunktionales Team kann nie die gleiche Schlagkraft und Effizienz aufbringen, wie ein Team, das seine Richtung und Stärken kennt. Punkt.

Du möchtest nun mit deinem Team ein Coaching starten?

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Erste Informationen dazu findest du auch hier: https://mindandmotion.net/portfolio-view/teamentwicklung/

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